(Bild: Koichiro Hattori)

Koichiro Hattori

Von Romantik bis Orient

Kirchenkonzert 2009

Wie schon in den vergangenen Jahre bekamen die Zuhörerinnen und Zuhörer am zweiten Adventssonntag in der Goldauer Kirche feinste musikalische Kost serviert.

Neben den beiden hochromantischen Werken von Mendelssohn und Dvorak, ertönten auch orientalisch angehauchte Klänge, komponiert von Hovhaness und Cesarini

Und nicht fehlen durfte natürlich die wilkommene Runde Glühwein der Redings nach dem Konzert. Dies obwohl nach dem herzlichen Schlussapplaus kaum mehr kalte Hände übrigblieben.

Presseschau

Zurücklehnen und geniessen (Koni Dudle, Rigi-Post, 10. Dezember 2009)

Konzertprogramm

Programmheft

op. 24

Felix Mendelssohn-Bartholdy

Die in klassischer Sonatenhauptsatzform komponierte Ouvertüre beginnt mit einer langsamen lyrischen Einleitung, die von Klarinetten, Hörnern und Fagott getragen wird, gefolgt von einem Allegro-Vivace-Teil, der von spritzigen Rhythmik und virtuoser Melodik geprägt ist.

Mendelssohn komponierte 1824 eine erste Fassung als «Nocturno» für 11 Blasinstrumente. Die Ouvertüre für Blasorchester basiert auf der zweiten Fassung «Ouvertüre für Harmoniemusik» für 23 Bläser und Schlagzeug aus 1838.

Felix Mendelssohn-Bartholdy würde dieses Jahr seinen 200 Geburtstag feiern.

Text: Flavian Imlig

op.98b

Antonin Dvorak
arr. Johan de Meij

  1. Andante con moto
  2. Moderato – «Alla Polacca»
  3. Finale: Allegro

Dvorak’s Aufenthalt in den Vereinigten Staaten wird unmittelbar mir seiner 9. Symphonie «Aus der neuen Welt» verbunden. Doch auch sein berühmtes Cellokonzert und die Pianosuite (OP. 98) stammen aus dieser Periode (1892 – 1895). Die Version dieser Suite für Orchester erhielt den Titel «American Suite» und erschien unter Opus 98b. Wie in der 9. Symphonie sind in diesem Werk deutlich amerikanische Einflüsse erkennbar; zB. der Gebrauch der Pentatonik und die Anwendung von synkopischen Rhythmen.

Die Bearbeitung für Blasorchester von Johan de Meij für Blasorchester enthält drei der fünf Sätze.

Text: Flavian Imlig

«Three Journeys to a Holy Mountain», Op. 223

Alan Hovhaness

  1. Andante espressivo
  2. Allegro moderato
  3. Andante maestoso

Hovhaness widmete sich ausgiebig dem Studium von Volksliedern und der Folklore. Ein Hauch von Mystik durchzieht seine Musik. «Three Journeys to a Holy Mountain» komponierte er für die Ithaca High School Concert Band aus den USA.

Dem ersten Satz «Andante espressivo» liegt armenische, religiöse Musik zugrunde und er verfügt über einen spirituellen Charakter. Der zweite Satz «Allegro moderato» besteht aus sich wiederholenden Melodie-Linien, untermalt von einem orientalisch anmutenden Unisono und rhythmischen Ostinati, also sich wiederholender Rhythmen. Der dritte Satz «Andante maestoso» ist eine Art «Choral und Fuge» mit vielstimmigem kanonartigen Intermezzi.

Text: Flavian Imlig

aus «Mosaici Bizantini»

Franco Cesarini

Das musikalische Material für den dreisätzigen Zyklus «Mosaici Bizantini» stammt aus gregorianischen Gesängen. Cesarini liess sich auch von den Mosaiken in den Kirchen von Venedig und Palermo inspirieren.

Dem zweiten Satz «Der Tempel von Jerusalem» liegt folgende Bibelpassage (Mattäus 27, 51-56) zugrunde:

Da riss der Vorhang des Tempels von oben
bis unten entzwei, die Erde bebte, die Felsen
zersprangen, die Gräber öffneten sich, und viele
Leiber der Heiligen, die entschlafen waren,
standen auf.

Text: Flavian Imlig

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