(Bild: Koichiro Hattori)

Koichiro Hattori

«Fernost in Goldau»

Frühlingskonzert 2017

Der Musikverein Goldau präsentierte moderne Blasmusik aus Japan und inspiriert durch Elemente der japanischen Kultur. Im Zentrum stand dabei das Saxophon, das in der japanischen Blasmusik neuerer Prägung eine sehr wichtige Rolle spielt. Als einer der Höhepunkte des Konzertabends interpretierte Alexandra Müller virtuos und ausdrucksstark das Saxophonkonzert von Paul Creston.

Wie die charmante und traditionell japanisch gekleidete Ansagerin Anne Hattori bereits zu Beginn klar machte, ist das Saxophon in der japanischen Musik sehr wichtig. Es kam quasi mit der starken Orientierung an amerikanischen Stilen und Musikrichtungen in die japanische Musik.

Das Saxophonkonzert von Paul Creston folgte auf den pompösen Grand March, der das zahlreiche Publikum schon zum Konzertauftakt in die japanische Art der Blasmusik mitnahm. Die Solistin, Alexandra Müller präsentierte das Solokonzert mit viel Ausdruck, schönen Linien und strahlte zugleich eine Leichtigkeit und eine riesige Spielfreude aus. Sie präsentierte ihr Instrument nicht von ‚der‘ besten Seite, sondern viel mehr mit Brillianz und Perfektion in allen klanglichen und technischen Facetten des Saxophons.

Spielfreude und Engagement war auch dem Musikverein Goldau mit Nino Wrede als Dirigent, Motivator und Gestalter anzusehen und anzuhören. Nicht nur in «Godzilla» waren die Musikantinnen und Musikanten konzentriert und zugleich auch mit einer gewissen Ausgelassenheit bei der Sache. Neben den teilweise technischen und wuchtigen Passagen waren aber, etwa in der Filmmusik zu «Prinzessin Mononoke», auch klangmalerische Melodien und im letzten Konzertteil dann schnulzige, japanische Schlagerhits zu hören.

Presseartikel

Abwechslungsreiches Frühlingskonzert des Musikvereins Goldau (Elvira Ziltener, Rigi-Post, 27. April 2017)

Mit Saxofonklängen ins Land der aufgehenden Sonne (Flavian Imlig & Rita Häcki, Rigi-Post, 20. April 2017)

Intensives Probeweekend (Rita Häcki, Rigi-Post, 13. April 2017)

Konzertprogramm

Programmheft

Soichi Konagaya
op. 26b

Paul Creston

Saxophon: Alexandra Müller

  1. Energetic
  2. Meditative
  3. Rhythmic

Philip Sparke
— Pause —
Joe Hisaishi
arr. Kazuhiro Morita
arr. Shoji Yokouchi
arr. Atsuhiro Isozaki

Alexandra Müller

(Bild: Koichiro Hattori)

Alexandra Müller wurde 1989 im Kanton Luzern geboren. Ihre musikalische Karriere begann im Kindesalter mit Sopran- und Altflötenunterricht an der Musikschule Reiden. Ihren ersten Saxophonunterricht erhielt sie als 15-jährige bei Christina Wyss Djoukeng. Anschliessend an die Matura besuchte sie den Musikvorkurs in Luzern. Nach dem Bachelor of Arts in Music (2012), schloss sie 2014 den Master of Arts in Musikpädagogik für Saxophon in Luzern bei Beat Hofstetter und Sascha Armbruster ab. Alexandra Müller unterrichtet Saxophon an der regionalen Musikschule Reiden und an der Musikschule Luzerner Hinterland.

Neben den pädagogischen Tätigkeiten ist Alexandra Müller als aktive Musikerin engagiert. Sie ist Gründungsmitglied des cokléa quatuor de saxophone. Mit diesem Saxophonquartett tritt sie an diversen offiziellen und privaten Anlässen auf. Alexandra Müller beherrscht Alt- und Baritonsaxophon und hat damit schon in verschiedenen Orchestern oder Ensemblespiel mitgewirkt: Bläserphilharmonie Aargau, aulos Sinfonisches Blasorchester, Konkordia Egerkingen u.a. Mit Konkordia Egerkingen und der Feldmusik Kriens durfte sie 2016 Solokonzerte aufführen.

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